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Bank mit Aussicht

Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) und seine Folgen für die psychotherapeutische Versorgung

Wenn Sie vor dem 10. Juli 2026 auf der Suche nach einem Psychotherapieplatz waren, wissen Sie vermutlich bereits, wie schwierig die Situation ist. Schon heute stehen deutlich weniger Therapieplätze zur Verfügung, als benötigt werden.

 

Mit der Verabschiedung des Gesetzes, das am 01.01.2027 in Kraft tritt, wird sich diese Situation für Kassenpatientinnen weiter verschärfen. Gleichzeitig verbessert sich die Situation für Privatpatient*innen, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler*innen.

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Bisher gab es eine Warteliste, auf der jeder – unabhängig von der Versicherungssituation – ungefähr sechs Monate auf einen Therapieplatz warten musste. Künftig wird sich die Zahl der Therapieplätze für Kassenpatient*innen jedoch deutlich verringern, da diese ab dem 2027 nur noch bis zu einer bestimmten Anzahl pro Quartal vergütet werden. Gleichzeitig sind wir darauf angewiesen, mehr Privatpatient*innen, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler*innen zu behandeln, um die wirtschaftliche Grundlage unserer Praxen bei gleichbleibenden Kosten zu sichern.

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Was bedeutet das konkret für Sie?

Wenn Sie Privatpatient*in, beihilfeberechtigt, Mitglied der Heilfürsorge oder Selbstzahler*in sind, kann ich Ihnen zeitnah einen Termin anbieten.

Wenn Sie Kassenpatient*in sind, kann ich Ihnen leider nur einen Platz auf der Warteliste anbieten. Aufgrund der künftig geringeren Anzahl an Therapieplätzen für Kassenpatient*innen ist hier leider mit einer deutlich längeren Wartezeit zu rechnen.

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Was mich daran persönlich bewegt

Diese Entwicklung bedauere ich persönlich sehr. Ich nehme an der kassenärztlichen Versorgung teil, weil es mir wichtig ist, auch Kassenpatient*innen psychotherapeutisch versorgen zu können. Gerade deshalb war mir ein möglichst fairer Zugang zu den vorhandenen Therapieplätzen immer wichtig. Die Warteliste sollte dies sicherstellen.

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Dass sich dies nun verändert, bedauere ich sehr. Nicht, weil ich nicht auch gerne mehr Privatpatient*innen versorgen möchte oder keine Freude an Selbstzahlerleistungen, wie der Paartherapie oder der Psychologischen Beratung habe. 

Was mich beschäftigt, ist vielmehr, dass sich die ohnehin schon schwierige Versorgung psychisch erkrankter Menschen weiter verschlechtern wird. Ich mache mir Sorgen um die vielen persönlichen Schicksale, die damit verbunden sein werden, und ebenso um die gesellschaftlichen Folgen, die sich daraus langfristig ergeben könnten.

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Berge treffen See
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